Der Werratalverein - Zweigverein Brandenburg

Vereinsgründung und Zusammenarbeit

Im April 1989 wurde die Interessengemeinschaft Natur-, Umwelt- und Denkmalschutz Lauchröden gegründet. In dieser Interessengemeinschaft fanden sich Heimatfreunde zusammen, um die Ruine Brandenburg, die von 1961 bis 1988 auf Grund ihrer Lage im damaligen Grenzgebiet der DDR unzugänglich war, vor einem weiteren Verfall zu bewahren und die im Umfeld entstandenen Biotope zu schätzen. Im Dezember 1990 trat die Interessengemeinschaft dem Werratalverein als Dachverein bei und nahm wieder den traditionsreichen Namen "Zweigverein Brandenburg" an, den sich der Verein bei seiner Erstgründung durch den Lehrer Friedrich Wege im Jahre 1924 gegeben hatte.

Da auch die hessischen Nachbargemeinden die Brandenburg als Heimatsymbol betrachten, entwickelte sich eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Zweigverein Südringau, die in gemeinsamen Arbeitseinsätzen auf der Burg, von beiden Vereinen getragenen Brandenburgfesten und gemeinsamen Aktionen zum Schutz der Umwelt ihre Höhepunkte fand. Beide Vereine wurden für ihre bereits vor der Wende 1989 gemeinsam eingeleiteten Aktivitäten zur Erhaltung der Brandenburg von der Paul-Dierichs-Stiftung 1990 ausgezeichnet.

Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

Seit der Übernahme der Brandenburg in den Bestand der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten am 7. November 1994 nimmt der Verein die Aufgaben der Schlossverwaltung vor Ort wahr. Die durch den Verein eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen werden seitdem von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten fortgeführt.

In der weiteren Tätigkeit konnte der Verein die Kemenate ausbauen und schrittweise zu einem kleinen Burgmuseum ausgestalten. Die Betreuung des Museums wird ergänzt durch Führungen, die der Verein an den Wochenenden und nach Vereinbarung anbietet.

Mittelalterliche Reenactements

Seit 1996 entstand als weiterer Schwerpunkt der Vereinsarbeit die Ausübung mittelalterlichen Reenactements. Um die Authendizität der Ausrüstung für das Reenactement und die museale Darstellung zu verbessern, nahm der Verein Kontakt zur "Gesellschaft für historische Kostüm - und Waffenkunde" (Sitz Veste Coburg) auf, deren Mitglied er im Jahr 2000 wurde.

Die Brandenburg als Begegnungsstätte

Ziel des Vereins ist auch, die Brandenburg zu einer Begegnungsstätte zu entwickeln, die vor allem im ehemaligen Grenzgebiet den Zusammenhalt der Bevölkerung aus alten und neuen Bundesländern befördert. Deshalb wurden seit 1990 viele Begegnungen auf der Burg in Zusammenarbeit mit benachbarten Vereinen aus Hessen und Thüringen organisiert. Höhepunkt ist das Brandenburgfest, das alle zwei Jahre als Mittelalterfest ausgerichtet und vom Verein zum größten Teil selbst ausgestaltet wird.

In Vorbereitung der Veranstaltungen, die 1999 in unter dem Motto "10 Jahre offene Grenzen" ausgerichtet wurden und die mit einem Begegnungsfest am 9. November 1999 auch die Brandenburg einbezogen, entwickelte sich zwischen dem Zweigverein Brandenburg und dem Kammermusikverein der Wartburgstadt eine Zusammenarbeit, in derem Ergebnis anlässlich des Bachjahres 2000 erstmalig mehrere Konzerte auf der Brandenburg ausgerichtet wurden.

Weil der WTV - Zweigverein Brandenburg und seine Partner die Brandenburg nicht nur als eine Austragungsstätte , sondern auch als ein weit sichtbares Symbol ihres gemeinsamen Handelns betrachten, werden seit dem Jahr 2000 die Veranstaltungen auf der Brandenburg mit weiteren kulturellen Aktivitäten der Werratalregion in Schlössern und Kirchen im Umfeld der Burg unter dem Namen "Brandenburger Konzert- und Begegnungstage" verknüpft und vorgestellt.

Mit der Verknüpfung vorhandener und neu zu schaffender kultureller Aktivitäten wollen der WTV - Zweigverein Brandenburg und seine Partner die Begegnungsmöglichkeiten und Zusammenarbeit auf kulturellem Gebiet in ihrer Region verbessern.

Große Sonderausstellung vom 8.7. bis 7.11.2010

Vereinsgeschichte