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Die Hüter des Grals |
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Ein Stück des Lauchröder Autors Harry Weghenkel in einer Open-Air-Aufführung - Wolfram von Eschenbachs Montsauvage und seine Visionen auf der Brandenburg. In Szene gesetzt wurde dieses Stück durch die "Werralöwen", in der Inszenierung des Verfassers. Den geschichtlichen Hintergrund für das fünfaktige Schauspiel bildete der Beginn der Albigenserkreuzzüge im Jahr 1209. Zehntausend Kreuzritter im Auftrag des Papstes Innozenz III. gingen mit aller Brutalität gegen die vermeintlichen Ketzer im okzitanischen Süden von Frankreich vor und lösten den ersten Genozid in Europa aus. Das, was Wolfram von Eschenbach als Figur des Stückes vor seinem inneren Auge sieht und was ihn nachts in Alpträumen heimsucht, bezogen auf die reale Geschichte der Vernichtung der "Hüter des Grals", wurde als Binnenhandlung auf die Bühne gebracht: Szenen aus dem "Parzival" wurden genau so visualisiert wie Momente des Feldzugs gegen die "Häretiker" im Süden Frankreichs. Zugleich wurde eine Atmosphäre vermittelt, die den Zuschauer vor dem herrlichen Hintergrund der Brandenburgruine tatsächlich in eine mittelalterliche Welt eintauchen liessen. Sie konnten im Sonnenuntergangslicht und in der heraufziehenden Nacht unwiederbringliche Eindrücke empfangen und so das ewige Rätsel um den Heiligen Gral auf ganz besondere Weise neu selbst verinnerlichen. Der Unterhaltungswert des Stückes wurde durch das Auftreten dörflicher Gestalten und fahrender Gaukler auf amüsante Weise bereichert. Und auch die Irrungen und Wirrungen der Liebe fehlten nicht ... |